Ein Planspiel ermöglicht es, in eine fremde Rolle zu schlüpfen und ein bestimmtes Geschehen aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Es kann zu fast jedem Thema durchgeführt werden und zwischen einer Stunde und einem Tag dauern. Denkbar sind z.B. politische Prozesse (Wie funktioniert das Europaparlament? Wie werden im Gemeinderat Entscheidungen getroffen?) oder gesellschaftspolitische Diskussionsfelder wie z.B. interkultureller Austausch. Dabei ist es wichtig, dass die Teilnehmenden nicht ihre eigene Meinung, sondern eine ihnen vorab zugewiesene Rolle verkörpern. Die erste Phase beinhaltet deshalb die individuelle Auseinandersetzung mit der zugeteilten Position. An die eigentliche Simulation (zweite Phase) schließt sich idealerweise eine Evaluation (dritte Phase) an, in der die zugewiesene Rolle wieder verlassen und über das Erfahrene gesprochen wird. Ein Planspiel zu organisieren, kann manchmal zeitaufwendig sein. Dies sollte aber nicht abschrecken, da ein Planspiel bei den Teilnehmenden oft zu nachhaltigen Effekten wie einem tiefen Verständnis für das behandelte Thema und natürlich viel Spaß und Freude führt.
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